Wie baut man Kartoffeln am besten an?

Wann pflanzt man Kartoffeln am besten?

Normalerweise können zu Ostern die ersten Kartoffeln gepflanzt werden. Doch wenn der Winter lang war und Ostern früh liegt, gilt es etwas genauer hinzuschauen, denn die Bodentemperatur sollte bei mindestens sieben Grad Celsius für vorgekeimte und bei mindestens zeh Grad Celsius für nicht vorgekeimte Knollen liegen.

Bringen Sie Ihr Kartoffelbeet auf "Betriebstemperatur"!

Um die gepflanzten Knollen vor kühlen Nächten zu schützen, können Sie die Flächen, die Sie für den Anbau Ihrer Kartoffeln vorgesehen haben, mit schwarzem Gartenvlies abdecken. Schwarzes Gartenvlies führt dazu, dass der Boden auf "Betriebstemperatur" kommt und die tagsüber gesammelte Wärme für die kälteren Nächte speichert. Sollten Sie über kein Gartenvlies verfügen, können Sie Ihre Kartoffelbeete auch jetzt schon anhäufeln und so die Oberfläche des Beetes zum Sonne tanken vergrößern.

So düngen Sie Ihre Kartoffeln richtig

Den Boden selbst sollten Sie bereits im Herbst mit Mist oder anderem organischen Dünger vorbereiten. Zwar ist diese Art der Düngung recht zurückhaltend, doch führt sie dazu, dass die gepflanten Kartoffen ein stärkeres Eigenaroma entwickeln können.

Plfanzen Sie nur alle vier Jahre

Was viele Hobby-Kartoffelbauern nicht beachten, ist, dass Kartoffeln nur alle vier Jahre an demselben Standort gepflant werden sollten. Dies verringert die Gefahr, dass im Boden verborgene Krankheiten oder Kartoffelnematoden Ihre Kartoffelkultur befallen.

Planzkartoffeln vorkeimen lassen

Ihre Pflanzkartoffeln sollten Sie zehn bis zwölf Tage vor der Pflanzung vorkeimen lassen. Vorgekeimte Kartoffeln haben den Vorteil, dass sie schon bei etwas niedrigeren Temperaturen gepflanzt werden können, als nicht vorgekeimte Kartoffeln. Der optimale Ort zum Vorkeimen ist das eigene Gewächshaus. Wer darüber nicht verfügt, kann aber ohne weiteres auch auf die Fensterbank zurückgreifen. Damit sich die Keime optimal entwickeln, sollten die Kartoffeln locker in einer Lage in einer Kiste liegen.

Saatkartoffeln aus eigener Ernte

Sofern die Kartoffeln Ihrer letzten Ernte gesundheitlich in Ordnung waren, können Sie für bis zu drei Jahre Saatkartoffeln aus Ihrer eigenen Ernte verwenden. Spätestens aber nach drei Jahren ist es an der Zeit, wieder frisches Pflanzgut zu beschaffen und einzusetzen. Verzichten Sie darauf, steigern Sie das Risiko, dass sich Viruskrankheiten, die durch Blattläuse übertragen werden, ausbereiten. Darüber hinaus ist neues Pflanzgut resistenter gegen Phytophthora infestans - besser bekannt als Braunfäule.

Der richtige Abstand beim Kartoffelanbau - Braunfäule vermeiden

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Vermeidung von Braunfäule ist ein ausreichender räumlicher Abstand von Kartoffeln und Tomaten, da Braunfäule bzw. Kraut- und Knollenfäule sowohl bei Tomaten als auch bei Kartoffeln von demselben Erreger verursacht wird. Durch einen ausreichend großen räumlichen Abstand - beachten Sie hierbei auch die Hauptwindrichtung - beugen Sie der Übertragung der Pilzkrankheit vor.

Ihr Kartoffelpflanzgut sollten Sie in einem Abstand von mindestens 35 Zentimetern pflanzen. Die einzelnen Reihen sollten dabei einen Abstand von 70 bis 80 Zentimeter aufweisen, da die Pflanzen sehr groß werden und sonst nicht richtig abtrocknen können. Ein richtiges Abtrocknen ist aber wichtig, da auch Feuchtigkeit Braunfäule begünstigt.

Kartoffelernte und Folgekulturen

Sobald sich die ersten Triebe zeigen gilt es, die Erde rund um die Pflanzen regelmäßig anzuhäufeln. Dadurch verhindern Sie, dass neue Tochterknollen aus der Erde herauswachsen und diese vom Sonnenlicht grün und ungenießbar gemacht werden. Außerdem beugen Sie so der Bildung von Unkraut vor. Sind die Kartoffelstauden noch klein, sollten Sie zusätzlich Jäten. Alternativ zum Anhäufeln können Sie die Fläche zwischen den Kartoffelstauden auch mit Laub oder Stroh abdecken.

Nachdem Sie die Kartoffeln geerntet haben, bleibt ein unkrautarmer, lockerer Boden zurück. Gerade bei Frühkartoffeln ist dieser eine ideale Grundlage für den Anbau von Folgekulturen, wie zum Beispiel Buschbohnen, Kopfsalat oder Kohlrabi.

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