Kartoffelschäler - Tests & Kaufempfehlung

Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln in Deutschland. Pro Jahr verzehrt jeder Bundesbürger statistisch etwa 70 kg der nahrhaften Knolle. Dabei stehen alle vor demselben Problem: Die Schale muss ab. Schälmesser und Kartoffelschäler sind hier die erste Wahl für den Haushalt. Dort, wo die zu verarbeitenden Mengen größer sind, kommen Kartoffelschälmaschinen zum Einsatz.

Was zeichnet ein hochwertiges Schälmesser aus?

Zunächst muss es scharf sein. Nur scharfe Klingen gleiten leicht durch die feste Schale und entfernen sie optimal. Gleichzeitig ist die Verletzungsgefahr durch ein scharfes Messer geringer, weil es nicht zum Abrutschen kommt. Auch optisch wird das Ergebnis attraktiver. Ganz gleich ob dem Schälmesser oder dem Kartoffelschäler der Vorzug gegeben wird, beide sollen gut in der Hand liegen. Nur so ist eine sichere Führung gewährleistet. Dabei muss der Griff fest, die Klinge jedoch mäßig biegsam sein, um auch unebene Stellen problemlos von der Schale zu befreien. Anders als an anderen Früchten oder Gemüsesorten, die vor dem Verzehr geschält werden, ist die Kartoffel häufig unregelmäßig geformt. Es kommt zu Windungen und Vertiefungen, in die der Schäler leicht hineingleiten muss. Das kurze Schälmesser verfügt über eine Spitze zum Ausstechen der Augen, was bei einem Kartoffelschäler meist durch einen zusätzlichen Aufsatz erreicht wird. So vorbereitet sind Kartoffeln und andere geschälte Nahrungsmittel nicht nur im Handumdrehen kochfertig zubereitet, sie bieten auch dem Auge einen erfreulichen Anblick.

Die Familie der Kartoffelschäler: Schälmesser, Sparschäler, Pendelschäler, Schälmaschinen

Praktisch jeder führende Hersteller für Küchenutensilien hat Kartoffelschäler im Sortiment. Sie finden die Klassiker von WMF genauso wie von der Schweizer Firma Viktorinox. Aus Finnland bringt Fiskars einen Schäler auf den deutschen Markt und sogar ein bekanntes Unternehmen für Aufbewahrungsboxen vervollständigt sein Sortiment durch Sparschäler. Für hervorragende Klingen stehen die Hersteller Zwilling und Leifheit, der sich in der Sparte der Küchengeräte einen klangvollen Namen haben erarbeiten können. Aber auch WSM, ZYLISS, Gräwe, OXO, Silit und selbst Tupper (Tupperware) sollten hier erwähnt werden.

Als Werkzeuge zum Kartoffelschälen eignen sich neben dem Schälmesser besonders die zu diesem Zweck erfundenen Sparschäler. Sie bestehen aus einer längs oder quer liegenden Klinge, welche die Schnitttiefe begrenzt und verfügen über eine bewegliche oder eine feststehende Klinge. Das erste Patent für einen Sparschäler stammt aus der Schweiz. Hier fand auch 1947 die Markteinführung der Sparschäler mit quer liegender Klinge statt. Viele geben diesem Kartoffelschäler bis heute den Vorzug. Die Vorteile liegen auf, bzw. in der Hand: Durch die Lage der Klinge erhält der Schäler einen breiten Griff, der optimale Handhabung gewährleistet. Auch sind diese Schäler im Allgemeinen mit einer beweglichen Klinge ausgestattet, die sich Unebenheiten gut anpasst. Beim Schälen selbst zeigen sich allerdings auch seine Nachteile: Stets muss der ganze Arm geführt werden, um die Schale zu entfernen. Dadurch ist er für lange gerade Nahrungsmittel wie Gurken deutlich besser geeignet als für Kartoffeln.

Liegt die Klinge in Längsrichtung, sind kleinere Gemüsesorten bedeutend leichter zu schälen, da es lediglich minimale Bewegungen aus dem Handgelenk erfordert, um den Rundungen zu folgen. Auch hier findet sich eine bewegliche Klinge, deren Schältiefe vorgegeben ist. Aus diesem Grund tragen alle Kartoffelschäler den Beinamen »Sparschäler«. Nur geübte Köche sind in der Lage, die Schalen mit einem Schälmesser so dünn zu entfernen, wie dies sogar ohne Übung mit einem Kartoffelschäler gelingt. Bei den Schälern mit längs liegender Klinge liegt ein schmales Instrument vor, das bei längerem Gebrauch zur Verkrampfung in der Hand führen kann. Sicher auch Grund dafür, warum Gastronomie und Großküchen bei der Vorbereitung großer Mengen eher auf eine Kartoffelschälmaschine setzen als auf die manuelle Verarbeitung.

Als Pendelschäler werden Kartoffelschäler bezeichnet, die über eine auf beiden Seiten geschliffene Klingen verfügen, wodurch ein ein Arbeiten von und hin zum Körper ermöglicht wird. Ein Schäler kann folglich zugleich Sparschäler und Pendelschäler sein.

Drittes Mitglied der Familie der Kartoffelschäler sind Werkzeuge , die über eine längs liegende, teilweise unflexible Klinge an der Spitze des Griffs verfügen. Auch diese haben ihren Einsatzschwerpunkt eher bei Gurken oder Äpfeln. Alle Nahrungsmittel mit glatter Form lassen sich hiermit gut von der Schale befreien. Für den Einsatz bei Kartoffeln bedarf es jedoch deutlich mehr Übung bei der Handhabung und andere Arten von Kartoffelschälern erzielen womöglich bessere Ergebnisse.

Werkzeuge für Pellkartoffeln: Heiß pellen, kalt schneiden

Pellkartoffeln geben die beste Grundlage für einen schmackhaften Kartoffelsalat. Ein elektrischer Kartoffelschäler kann Ihnen hierbei keine guten Dienste leisten. In der Praxis werden Sie folgendem Problem begegnen: Perfekte Scheiben lassen sich aus der erkalteten Pellkartoffel schneiden, dann aber ist die Schale kaum noch zu entfernen. Eine übliche Gabel aus dem Essbesteck zerbricht die noch heiße Kartoffel jedoch schnell. Die Lösung sind dreizinkige Halter. Sie schützen Ihre empfindlichen Fingerspitzen und erlauben es, die Pellkartoffel noch heiß von der Schale zu befreien.

Das Gesunde der Kartoffel

Zwar besteht die Kartoffel in der Hauptsache aus Wasser, doch neben der Stärke und dem geringen Anteil an pflanzlichem Eiweiß zählen Kartoffeln aufgrund ihres hohen Vitamingehalts zu den wichtigsten Lieferanten für Vitamin C, die uns ganzjährig zur Verfügung stehen. Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe ergänzen ihre hervorstechenden Eigenschaften neben Mineralstoffen und Spurenelementen, die in der täglichen Ernährung nicht fehlen dürfen. Der Hauptteil der wertvollen Inhaltsstoffe liegt direkt unter der Schale. Diese jedoch, wie auch die grünen Stellen, die sich bilden, wenn die Kartoffel dem Licht ausgesetzt wird, enthalten Solanin, eine giftige chemische Verbindung aller Nachtschattengewächse, welche die Kartoffel vor Schädlingen schützt. Beim Menschen hingegen löst Solanin Übelkeit aus, was vermutlich der Grund für die zurückhaltende Verbreitung der Knolle im frühen Europa war. Dünnes Schälen mit dem Messer oder die Verwendung eines Sparschälers entfernen die grünen Stellen wie die Schale wirksam und erhalten dabei gleichzeitig die Maximalmenge der Nährstoffe.

Erfolg auf Umwegen

Etwa 200 Jahre hat es gedauert, bis die Kartoffel sich zu dem Dauerbrenner entwickeln konnte, als den wir sie heute kennen. Für Deutschland geht der Durchbruch auf das Eingreifen des Königs von Preußen Friedrich II, zurück, besser bekannt als der Alte Fritz. Infolge wachsender Bevölkerung und Hungersnöten durch Missernten wollte der Alte Fritz die Kartoffel in seinem Land durchsetzen. Dafür griff er zu einer List: Königliche Felder, die Kartoffeln trugen, ließ er von Soldaten bewachen. Was derart unter Aufsicht stand, musste wertvoll sein. So wies er seine Soldaten an, die Augen abzuwenden, wenn sich des Nachts Diebe einstellten. Nach kurzer Zeit war die Kartoffel im ganzen Land verbreitet und konnte sich erfolgreich durchsetzen. So erfolgreich, dass es heute ganze Kochbücher gibt, die sich mit einem einzigen Thema beschäftigen: der variantenreichen Zubereitung der Kartoffel.

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